Wohnen will JEDER – Aber nicht JEDER kann wohnen!

Laut einer Studie, die die Sozialbehörde Hamburg in 2018 in Auftrag gab, sind in Hamburg ca. 1.910 Menschen obdachlos. Diese Zahl ist, im Vergleich zu einer Studi aus dem Jahr 2009, um 85 % gestiegen! Sozialarbeiter und Initiativen der Obdachlosenhilfe schätzen die Dunkelziffer um ein Vielfaches höher ein!

 

Ca. 8.000 Menschen leben in Hamburg in öffentlichen Wohn- oder Asylunterkünften, Hotels oder Übernachtungsstätten wie z. B. dem Pik As u. ä.

 

Alarmierende Zahlen und durch die zunehmende Verarmung ist mit einem sukzessiven Anstieg der Zahlen zu rechnen.

 

Fallen obdachlose Menschen im Stadtbild zu sehr auf, gibt es eine „Vertreibungspolitik“. Der Zugang zu öffentlichen Infrastrukturen wird ihnen erschwert oder verwehrt, Räumungen von Platten oder Schlafstätten erfolgen oder Platzverbote werden ausgesprochen. Die obdachlosen Menschen „wandern“ dann in ein anderes Stadtgebiet bis zur „nächsten Vertreibung“. Eine Never Ending Story und mit Sicherheit keine Lösung der Problematik.

 

Was aber fehlt?

 

Zum einem fehlt sozialer und bezahlbarer Wohnraum. Nicht selten müssen Menschen, die in städtischen Notunterkünften leben, dort jahrelang ausharren, weil es kaum Wohnungsangebote für sie gibt oder sie schlichtweg den Kampf um eine bezahlbare Wohnung auf dem freien Markt verlieren. Obdachlose oder wohnungslose Menschen gelten nicht als Ideal-Mieter und haben kaum Aussicht ohne Unterstützung eine Wohnung zu finden.

 

Zum anderen fehlt wohl anscheinend der politische Wille, Obdachlosigkeit zu beseitigen. Dieses wurde seit Beginn der Corona Krise mehr als deutlich.

 

Adäquate und unbürokratische Hilfsangebote wie z. B. die Finanzierung von Hotelunterkünften zum Schutz vor Corvid - 19 kamen von Stiftungen und anderen Initiativen. Die Versorgung von obdachlosen Menschen wurde anfangs hauptsächlich durch ehrenamtliches Engagement geleistet.

 

Die Sozialbehörde arbeitet seit Jahren mit einer „Obdachlosen-Verwahrungspolitik“. Forderungen oder Vorschläge von Experten aus der Wohnungslosenhilfe werden „ignoriert“ oder abgewiesen,  dabei sind sie das Sprachrohr derer, die direkt betroffen und somit die wahren Experten sind – die obdachlosen Menschen.

 

Oftmals hören wir auf Nachfragen, warum Hamburg keine anderen Lösungswege zur Bekämpfung der Obdachlosenproblematik folgende Aussage: Sollten in Hamburg weitere Lösungswege für obdachlose Menschen entstehen, besteht die Befürchtung, dass damit viele weitere obdachlose Menschen aus anderen Städten „angelockt“ werden würden!

 

Hamburg ist zwar eine reiche, schöne Stadt, aber Obdachlosigkeit ist in jeder Stadt ein schrecklicher Zustand und nirgendwo ein erstrebenswerter Zustand.

 

Andere Städte wie z. B. Berlin, Köln, Hannover u. a. versuchen, mit dem Projekt „Housing First“ (Erst eine eigene Wohnung – dann das freiwillige Bearbeiten von weiteren Problemen mit Unterstützung durch Sozialarbeiter) andere Lösungswege zu gehen. In anderen europäischen Ländern werden mit Housing First bereits nachweislich Erfolge zur Bekämpfung der Obdachlosigkeit verzeichnet.

 

Bei der Zahl der Menschen, die derzeit in Hamburg bereits auf der Straße oder in Notunterkünften leben, sollte es doch auch in Hamburg möglich sein, Housing First Projekte zu generieren, oder?

 

 

Denn wohnen will wirklich JEDER – NIEMAND ist freiwillig obdachlos!

 

Sommer 2020 in Hamburg

Unter der derzeitigen Hitze leiden die Menschen auf der Straße sehr. Fehlende Rückzugsmöglichkeiten, um sich vor der Sonne zu schützen und fehlender, uneingeschränkter Zugang zu Trinkwasser.


Wir und viele andere Initiativen sind derzeit auf der Straße unterwegs und verteilen Wasser und Sonnenschutzcreme. Die emphatischen, engagierten Beamten der Davidwache wollten auch Wasser aus den Streifenwagen heraus verteilen und haben versucht, diese Aktion „anzuschieben“. Sie wurden jedoch „ausgebremst“ und erhielten die Nachricht, dass die obdachlosen Menschen sich Trinkwasser in den ansässigen Tagesstätten „bunkern“ könnten!


Zwei achtjährige Jungen haben bei ihren Nachbarn im Garten geholfen und uns das Geld, welches sie dafür erhalten haben, für die „armen Menschen auf der Straße“ gegeben, damit diese sich Eis und Wasser kaufen können. Danke Euch dafür, dass ihr so lieb mitdenkt und helft.


Wie gut, dass es empathische Menschen, Kinder und Polizeibeamte gibt! Wie traurig, dass seitens der Sozialbehörde mal wieder keine ausreichende, adäquate Hilfe kommt!

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Menschen ohne Krankenversicherung

Privatpatienten, Gesetzlich Versicherte und Menschen ohne Krankenversicherung - Drei Klassen Gesellschaft?

 

ABER: Der Zugang zu Coronatests darf nicht am Versicherungsschutz scheitern!


Ein Test und die Versorung behandlungsbedürftiger Menschen kann über Leben und Tod entscheiden!

 

Hier ist unsere Petition an die Sozialbehörde Hamburg:

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Was die „erste Corona Woche“ in Hamburg für obdachlose Menschen bedeutet!

Viele Einrichtungen in der Obdachlosenhilfe, die hauptsächlich ehrenamtlich und/oder mit einer großen Anzahl von ehrenamtlichen Helfern tätig sind, haben seit Montag, den 16. März, geschlossen.

 

 

Für die obdachlosen Menschen beginnt damit eine stark gesundheitsgefährdende und unvorstellbar schwierige Zeit.

 

 

Eine Grundversorgung mit Essen und Trinken auf der Reeperbahn ist seitdem nur noch erschwert möglich. Einige Einrichtungen wie z. B. die Tagesstätte CaFée mit Herz leisten eine Versorgung mit Nahrung und Getränken durch eine Ausgabe am Fenster. Die Alimaus hat ihre Tagesstätte geschlossen, die Fahrten mit dem Kältebus und dem Gesundheitsmobil auch. Allerdings fertigen Mitarbeiter der Alimaus morgens Lunchpakete und verteilen diese mobil mit dem Kältebus auf Hamburgs Straßen.

 

 

Die Krankenstube für Obdachlose der Caritas ist zwar geöffnet, kann aber aufgrund der Infektionsgefahr keine ambulanten Patienten aufnehmen. Das Krankenmobil der Caritas ist zu den gewohnten Tageszeiten von Montag bis Freitag unterwegs. Das Arztmobil ist bisher nach wie vor am Wochenende unterwegs. Die zahnärztliche Praxis und das Zahnarztmobil der Caritas wurde jedoch geschlossen. Wohin mit obdachlosen Menschen, die Zahnschmerzen und Entzündungen haben?

 

 

Nach den obdachlosen Menschen auf der Straße schauen die Bürgernahen Beamten. In anderen Hamburger Stadtteilen sind u. a. die Straßensozialarbeiter mit Lunchpaketen unterwegs. Sie alle erleben die Ängste und auch die Hilflosigkeit der obdachlosen Menschen und können nur zuhören., nicht helfen. Eine belastende Situation!

 

 

Verunsicherung herrscht auf der Straße. Durch die Quarantäne, die im Winternotprogramm in der Friesenstraße aufgrund eines positiven Befundes einberufen wurde, haben die obdachlosen Menschen Angst. Eine diffuse Angst vor "Einsammlung, Ansteckung und Repressalien".

 

 

Da auch der Duschbus seine Touren einstellen musste und die Duschen in den Einrichtungen geschlossen sind, können die obdachlosen Menschen derzeit weder duschen noch sich mit neuer Kleidung ausstatten. Toilettengänge sind auch nur bedingt möglich.

 

 

Einige Menschen, ehrenamtlich oder professionell, leisten seit letzter Woche Unglaubliches. Sie versorgen mit Lunchpaketen, Mahlzeiten, Ansprache, finanzieller Unterstützung und vieles mehr. Mit den Geldspenden versuchen obdachlose Menschen sich notdürftig selbst zu versorgen, Futter für ihren Hund einzukaufen oder aber sich zumindest für eine Nacht eine Hostel- oder Hotelübernachtung zu ermöglichen.

 

 

UND was macht die Stadt Hamburg für ihre obdachlosen und bedürftigen Bürger?

 

 

Seit über einer Woche erfolgt keine Reaktion der Sozialbehörde auf Anfragen, wie in Zeiten der Corona Krise die Hilfsleistung für obdachlose Menschen gewährleistet wird.

 

 

Am Freitag dann endlich meldete sich die Behörde, zumindest bei einer Einrichtung. Die dann folgende Anfrage seitens der Behörde macht viele von uns bis heute einfach nur sprach- und fassungslos.

 

 

Deutschland diskutiert über Ausgangssperren und bittet alle Menschen, die sozialen Kontakte einzustellen. ABER - die BASFI Hamburg fragte bei einer Tagesstätten-Einrichtung in Hamburg an, ob es nicht möglich sei, ab dem kommenden Montag die Einrichtung wieder zu öffnen und die Versorgungszeiten eventuell sogar zu verlängern. Die obdachlosen Menschen könnten ja in kleineren Gruppen eingelassen werden. Die Behörde würde sich darum kümmern, dass ein Bürgernaher Beamter die Warteschlage vor der Tür dann beaufsichtigt.

 

 

Wir können es kaum fassen, dass Hilfsleistungen seitens der Behörde so aussehen soll. So kann sich doch eine Behörde nicht aus der Verantwortung ziehen?

 

 

Wir reden über Ausgangssperren und Vermeidung von sozialen Kontakten, keinerlei Gruppenzusammenkünfte, aber eine Einrichtung, die überwiegend mit ehrenamtlichen Mitarbeitern arbeitet, die der Risikogruppe angehören, soll geöffnet werden? Alle Menschen, die dann hier zusammentreffen, könnten zu unkontrollierbaren Multiplikatoren des Corona Virus werden.

 

Kann so Hilfeleistung seitens der Behörde aussehen?

 

 

In anderen Ländern Europas wird zumindest versucht, Hilfe zu leisten. Z. B. in London werden hunderte Obdachlose in Hotels untergebracht, um sie vor dem Corona Virus zu schützen. Ca. 300 Zimmer in zwei Hotels werden dafür zur Verfügung gestellt und zunächst auf die kommenden zwölf Wochen befristet.

 

"Wir müssen alles Mögliche tun, um die Gesundheit aller zu schützen - nicht zuletzt die der Londoner, die jede Nacht unter rauesten Bedingungen auf den Straßen der Hauptstadt schlafen", so Londons Bürgermeister Sadiq Khan.

 

 

In Spanien kündigte die Regierung an, im ganzen Land täglich an bestimmten Punkten Kits mit Hygieneartikeln, Lebensmitteln und Getränken zu verteilen. Dort können sich Obdachlose auch die Temperatur messen lassen und über das Virus informieren. Madrids Vize-Bürgermeisterin Begoña Villacís sagt: „Obdachlose sind extrem verwundbar und brauchen unseren Schutz“.

 

 

In Frankreich denkt man an Mitarbeiter in Einrichtungen der Obdachlosenhilfe. Frankreich müsse Freiwillige und Angestellte gemeinnütziger Einrichtungen für Obdachlose mit Schutzausrüstung gegen das Corona Virus ausstatten, sagte die Bürgermeisterin von Paris, Anne Hidalgo, der Zeitung.

 

 

UND in Hamburg, in dieser reichen Metropole, was passiert hier?

 

Armes reiches Hamburg!

 

 

 

Bitte zeichnet die Petition, die von Go Banyo und einigen anderen Mitstreitern verfasst wurde.

 

https://www.change.org/p/stadt-hamburg-sofortige-dezentrale-unterbringung-aller-obdachlosen?fbclid=IwAR1PRWh180MJkuv9-VCMSK0lP5neRMZJSQNyZGiDjQGOShxxqKfRaF0LRGk

 

 

und unterstützt uns dabei, den obdachlosen Menschen auf der Straße zu helfen.

 

 

Entweder bei unserer Spendenaktion auf Facebook https://www.facebook.com/donate/530512917847977/1062977377400618/

 

 

 

Oder auf Betterplace

 

https://www.betterplace.org/de/projects/63313-leben-im-abseits-e-v

 

 

 

Oder direkt auf unser Konto bei der Hamburger Volksbank

 

 

Leben im Abseits e. V.

 

IBAN: DE98 2019 0003 0071 6921 00, BIC: GENODEF1HH2

 

 

 

 

 

Bitte lasst die obdachlosen und hilfsbedürftigen Menschen nicht allein in dieser Zeit!

 

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Ganz viel SCHATTEN in der Vergangenheit – Und zurück ins LICHT!

Im Februar 2019 haben wir für unser Buch UNTER DEM RADAR ein Interview mit einer obdachlosen Person direkt auf der Straße geführt.

Nass und kalt war es an dem Tag, Wünsche und Träume dieser Person schienen nahezu unerreichbar zu sein.
Uns fiel es außerordentlich schwer, diese verletzliche Person nach dem Interview auf der „Platte“ zurück zu lassen.

 

Jetzt freuen wir uns so sehr, denn die kalten, gefahrenvollen Tage und Nächte sind nur noch ein „Schatten“.

Heute gibt es für unseren Interviewpartner*in eine neue Lebensgemeinschaft, eine Wohnung und ganz viel LICHT!


Es sind Nachrichten wie diese, die uns weiter motivieren, denn es zeigt – der Weg zurück ist sehr schwer, aber nicht unmöglich!

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Das Prinzip Housing First

Immer wieder taucht dieser Begriff auf, wenn es um obdachlose Menschen geht. Doch was genau ist damit eigentlich gemeint?

 

Vereinfacht dargestellt heißt Housing First Folgendes: Anstatt obdachlose Menschen mit medizinischer und/ oder psychologischer Versorgung, Lebensmitteln und Kleidung notdürftig auf der Straße zu versorgen, bekommen die obdachlosen Menschen ohne jegliche Bedingung eine Wohnung. Und zwar eine „richtige“ Wohnung mit eigenem Mietvertrag und nicht nur ein Bett in einem Schlafsaal in einer Unterkunft.

 

Eine Wohnung, in der die Menschen zur Ruhe kommen und anschließend andere Probleme wie z. b. Gesundheit, Sucht, Schulden oder Arbeitslosigkeit bearbeiten können, denn auf der Straße fehlt die Ruhe gänzlich! Die Hilfe hierfür wird von Sozialarbeitern angeboten, die Annahme der Hilfe aber freiwillig und ohne Zwang.

 

Bisher werden in Deutschland an eine Wohnung oder an ein WG-Zimmer Bedingungen wie z. B. Abstinenz geknüpft. Der Betroffene muss erstmal zum Entzug, bevor er als „wohnfähig“ gilt. Diese Bedingungen schrecken Menschen, die auf der Straße leben, ab.

 

Auch betreutes Wohnen ist immer zeitlich begrenzt. Am Schluss der begrenzten Wohnzeit steigt bei Betreuern und Bewohnern der Stresspegel ins Unermessliche, wenn bis dato keine Wohnung gefunden wurde.
Nicht selten fällt der Betreute dann zurück in die Sucht und/oder auch wieder auf die Straße, was extrem gesundheitsgefährdend ist. Dieses bezeichnen Sozialarbeiter dann als „Drehtür-Effekt“. Wertvolle Betreuungszeit wird vergeudet und Vertrauensverhältnisse zwischen Betreuern und bedürftigen Menschen zerstört.

 

In Ländern wie z. B. Kanada, Finnland und Österreich wird Housing First bisher bereits erfolgreich umgesetzt und in Finnland konnte bereits ein deutliches Senken der Obdachlosenzahlen verzeichnet werden.


In Deutschland haben ca. 860.000 Menschen keine Wohnung, die BAG Wohnungslosenhilfe e. V. prognostiziert einen weiteren Zuwachs auf ca. 1,2 Millionen wohnungslose Menschen. Davon schlafen geschätzt ca. 52.000 Menschen auf der Straße. Warum also nicht Housing First in Deutschland?

 

Zum einen gilt in Deutschland leider noch immer das Denken der „Wohnfähigkeit“. Menschen, die auf der Straße gelebt haben, „müssen“ zuerst z. B. suchtfrei sein. Anders wäre eine Integration in eine Wohnung nicht möglich. Ein fataler Irrtum.

 

Zum anderen blockiert auch der fehlende soziale Wohnungsbau die Wohnmöglichkeiten. Gerade in überteuerten Städten wie Hamburg, Berlin, München etc. gibt es kaum Chancen, Menschen in bezahlbaren Wohnraum zu vermitteln. Dabei ist es das Wichtigste, dafür zu sorgen dass Geringverdiener oder Menschen, die in die Altersarmut fallen, aufzufangen, so dass sie gar nicht erst wohnungslos werden.

 

In Berlin findet derzeit ein „Housing First“ Pilotprojekt statt. Träger des Modellprojekts ist eine Projektpartnerschaft aus Neue Chance gGmbH und der Berliner Stadtmission. Die Umsetzung erfolgt in enger Zusammenarbeit mit der Berliner Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales.

 

Es ist zu hoffen, dass auch andere Städte in Deutschland zeitnah Housing First Pilotprojekte initiieren!

https://www.neuechance-berlin.de/index.php/housing-first?fbclid=IwAR24muFJ60E5f58RD5EalQgr8qllgGwIpcDjF3h0WkxLXnfegpuV2L-0ZXE

 

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Winter in Hamburg 2019!

Manch einer liebt das klare sonnige kalte Wetter. Für Menschen, die auf der Straße leben, kann es Erfrierungen und im schlimmsten Fall den Tod bedeuten. Bereits Temperaturen um den Gefrierpunkt können für obdachlose Menschen sehr schnell gefährlich werden, denn vom Leben auf der Straße ist ihr Körper geschwächt.

 

Seit dem 1. November 2018 läuft das Winternotprogramm der Stadt Hamburg für Obdachlose. Allerdings ist das Winternotprogramm aus unterschiedlichen Gründen kein Rund-um-die-Uhr Erfrierungsschutz. Morgens müssen die obdachlosen Menschen das Quartier verlassen und dürfen erst um 17 Uhr wieder in die Schlafstätten.


Es ist aber auch tagsüber sehr kalt und für Menschen mit einem geschwächten Körper ist es mit Sicherheit schrecklich, keine Aufwärmmöglichkeit zu haben, denn viele von ihnen sind nicht an der Lage, zu Fuß die Wege zu den unterschiedlichen Tagesstätten zu bewältigen.

 

Bereits vier Kältetote in diesem Winter kann Hamburg verzeichnen! Wenn Menschen auf Hamburgs Straßen im 21. Jahrhundert erfrieren, dann stimmt etwas nicht mit den bestehenden Hilfsmöglichkeiten!!!

Völlig unbürokratisch und mit schneller Umsetzung hat die Alimaus den Kältebus Alimaus Hamburg ins Leben gerufen. Nicht lang diskutiert, einfach umgesetzt. Ein großer Respekt und eine große Hilfe für die Menschen, die auf der Straße leben.

 

Wenn ein privater Träger, der alles ausschließlich mit Spenden und ehrenamtlichen Mitarbeitern finanziert, so etwas leisten kann, kann dann die Behörde bei solchen Temperaturen, wie sie derzeit herrschen, nicht auch „einmal“ unbürokratisch entscheiden und die Türen auch tagsüber öffnen und Menschen auch tagsüber einen Erfrierungsschutz bieten?

 

Nicht nur der Kältetod ist eine Gefahr, denn auch Erfrierungen an Gliedmaßen, die zu Amputationen führen, sind gefährlich!

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Ergebnisse der Obdach- und Wohnungslosenuntersuchung 2018 liegen vor

Mit "Erstaunen" wurde festgestellt, dass sich die Zahl der obdachlosen Menschen auf Hamburgs Straßen im Vergleich zur letzten Studie aus dem Jahr2009 verdoppelt hat.

 

Bei uns gab es kein Erstaunen, denn von "offiziell" 2.000 obdachlosen Menschen wird bereits seit längerer Zeit gesprochen und die Dunkelziffer ist weitaus höher.

 

Was definitiv fehlt sind Planungen und Umsetzungen mit den Inhalten Präventation, Zulassungen zum Arbeitsmarkt, Betreuung und Wohnraum!

 

https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/ndr_aktuell/Hamburg-Immer-mehr-leben-auf-der-Strasse,ndraktuell48624.html?fbclid=IwAR1KXZSuO9GAIrJfTFKhub5c2zXNkKU6FqWtAn-WOXnZ8YYqJmHK3gzN5lA

 

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Einfach nur würdelos!

Ein CSR Blogbeitrag der HanseMerkur

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Was läuft verkehrt?

Menschen kommen ins Land, legal oder illegal. Für bestimmte Tätigkeiten werden Sie gern "genutzt", nur gekümmert wird sich nicht.

 

Sobald sie hier sind, sollte sich nicht mehr die Frage gestellt werden, ob man ihnen hilft, sondern wie man helfen kann.

 

DAS sie ins Land kommen können, sollte an anderer Stelle geklärt werden.

Hier sind sie Menschen, die dringend Hilfe und Unterstützung benötigen. Ihnen den Aufenthalt z. B. im Winternotprogramm aufgrund fehlender "Papiere" oder Bescheinigungen zu verwehren, ist unmenschlich. Sie hier nicht zu unterstützen, ist verantwortungslos!

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Der Herbst ist da - Der Winter kommt mit schnellen Schritten....

Trist, grau und kalt ist es heute draußen. Die Zeit, in der wir die Heizung anstellen, um uns wenigstens Zuhause ein wenig Wärme zu verschaffen.

 

Obdachlose Menschen sind der Kälte und Nässe schutzlos ausgeliefert. SIE können keine Heizung einschalten und sich aufwärmen.

 

Von einem Teil unserer Spendengelder haben wir Thermo-Schlafsäcke und Isomatten erworben und diese heute in Hamburgs Mitte verteilt. So können heute Nacht ein paar obdachlose Menschen sich in einem gut insolierten Schlafsack ein wenig aufwärmen.

 

Die Reaktion dieser Menschen können wir nicht beschreiben!!! Sie bewegt uns immens.

Hoffen wir, dass sie trockene Schlafplätze gefunden haben, damit Ihr „Zuhause“ über Nacht trocken bleibt!

 

Wir werden solche Aktionen in diesem Winter mit Sicherheit wiederholen. Wenn ihr Schlafsäcke oder Isomatten zur Abgabe habt, informiert uns bitte. Ansonsten freuen wir uns auch über Spenden, damit wir ggf. Schlafsäcke und Zubehör einkaufen können. Danke schön!

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Ein spezielles Thema - Obdachlose Frauen!

Obdachlosigkeit hat viele Gesichter - Eines davon sind obdachlosen Frauen.

 

Die Tendenz der obdachlosen Frauen ist zunehmend in allen Städten in Deutschland steigend. NUR - spezielle Hilfsangebote gibt es für sie kaum.

 

Um die Obdachlosigkeit "zu verstecken", tun diese Frauen vieles. Für dubiose Gegenleistungen lassen so genannte Freunde sie bei sich wohnen etc.. Immer sind sie aber der Gefahr ausgesetzt, bei Nichtgefallen auf die Straße gesetzt zu werden.

 

Sind die Frauen auf der Straße, gibt es bisher leider nur sehr wenig spezielle Hilfsangebote wie spezielle Tageseinrichtungen oder Übernachtungsstätten für sie.

 

Ein Artikel in der Rheinischen Post greift dieses Thema auf:

 

https://rp-online.de/nrw/landespolitik/jeder-vierte-obdachlose-in-nrw-ist-eine-frau_aid-23822003

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Folgen des harten Winters

Für einen Interviewpartner aus unserem Buch hatte dieser Winter katastrophale Folgen. Seine Finger sind abgefroren und auch seine Beine mußten amputiert werden. Trotz weiteren, noch folgenden Operationen, hat er weder seinen Humor noch seinen Lebenswillen verloren.

 

Während des Interviews haben wir ihn als einen absolut intelligenten und humorvollen Menschen kennen gelernt. Mit einer gewissen Ironie hat er uns aus seinem Leben berichtet und nachhaltig beeindruckt. Wir waren fassungslos, traurig und unendlich wütend, als wir von seinem Schicksal hörten.

 

Nach dem Winter veröffentlichen die Städte Zahlen über Menschen, die im vergangenen Winter den Kältetod gestorben sind. Zahlen, über Menschen deren Leben nach einem Winter gravierend anders geworden ist, gibt es leider nicht.

 

Wir sind erschüttert darüber, dass in unserem Land im 21. Jahrhundert noch Menschen auf der Straße leben müssen. Wir sind unendlich traurig darüber, dass Menschen bei Minusgraden sich mit Alkohol wärmen müssen, vor Erschöpfung einschlafen und mit abgefrorenen Gliedmaßen aufwachen oder aber auch gar nicht mehr aufwachen. Wir sind wütend darüber, mit wie viel Ignoranz und Nichtbeachtung diese Menschen ihr Dasein auf der Straße fristen müssen und hilflos den Gefahren für Körper und Seele ausgesetzt sind!!!

 

Für unseren "Langer" wünschen wir uns, dass er, trotz dieser einschneidenden Beeinträchtigung, seinen Lebensmut nicht verliert und ihm sein Wunsch erfüllt wird, eine Pflegeunterkunft in der Nähe "seines" Kiez zu finden.

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Eisige Zeiten in Hamburg

 

"Ich bin grad durch Hamburg gebummelt und muss aufpassen, dass ich nicht mein ganzes Geld verschenke. Eben habe ich mit einem Mann gesprochen, der keinen Platz im Winternotprogramm bekommen hat. Wie kann das sein?" Diese Nachricht bekam ich gestern Abend. Seit Tagen kreisen die Gedanken um Menschen, die bei diesen frostigen Temperaturen auf Hamburgs Straßen sind.

 

Es gibt das Winternotprogramm, ein Erfrierungsschutz, das einzig dazu da ist, Menschen vor dem Kältetod zu bewahren. Manche obdachlose Menschen möchten aber nicht ins Winternotprogramm, da Gewalt, Diebstahl und anderes dort an der "Tagesordnung" sind. Obdachlose Menschen, die Tiere besitzen, können dort ebenfalls nicht untergebracht werden.

 

Menschen aus Osteuropa werden bei der Aufnahme ins Winternotprogramm kontrolliert. Ist in ihrem Ausweis eine Meldeadresse vorhanden, zieht die Sozialbehörde daraus die Annahme, dass diese Menschen hier in Hamburg "freiwillig" obdachlos sind! Damit verlieren sie ihren Anspruch auf die Unterbringung im Winternotprogramm. Sie bekommen von der Stadt Hamburg Bustickets, damit sie wieder in ihre Heimat fahren. Dieses wollen die Menschen aber oftmals nicht, denn z. B. in Rumänien haben diese Menschen ebenfalls keine Perspektiven. Sie schicken das Geld, welches sie hier durch Betteln oder Tätigkeiten verdienen, in die Heimat, damit sie so ihre Familien unterstützen.

 

Für die Menschen, die keine bezahlte Rückreise in ihr Land antreten wollen, hat die Stadt Hamburg eine Wärmestube eingerichtet. Hierbei handelt es sich um einen bestuhlten Raum. Den Menschen ist es gestattet, dort gerade auf dem Stuhl zu sitzen. Den Kopf auf die Hände stützen oder sich hinlegen ist dort nicht erlaubt. Kaum einer nutzt diese Stube und geht dann wieder zurück auf die Straße.

 

Auf Parkbänken, in Haus- und Bahnhofseingängen, unter Brücken oder anderen Orten ist man an solchen Tagen der Witterung schutzlos ausgesetzt. Es besteht die große Gefahr, dass die Menschen erfrieren. Dieses passiert mitten "unter uns" in einer der reichsten Städte Deutschlands.

 

Es ist völlig egal, ob es sich um deutsche oder ausländische obdachlose Menschen handelt - jeder Kältetote ist ein Toter zu viel!

 

 

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Videodreh Leben auf der Straße

 

Wie passend doch der Schnee heute kam.......

Wir wollten ein Video drehen, um das Leben auf der Straße zu Filmen und den krassen Gegensatz zum "normalen" Leben darstellen.

 

Am Vormittag haben wir uns auf Hamburgs bekanntester Straße, der Reeperbahn, getroffen. Passend zum Drehstart setzte der Schneefall ein. Heute haben wir hautnah spüren können, wie furchtbar und unwürdig das Leben auf der Straße ist. Kälte, Hunger, Ignoranz oder Vertreiben - wir haben alles erlebt heute. Wir waren durchgefroren und wurden immer stiller. WIE kann es sein, dass in Deutschland, in einem der reichsten Länder der Welt, Menschen auf der Straße leben müssen? Diese Frage beschäftigt uns schon lange, nach diesem Tag noch mehr......

 

Das Video werden wir auf unserer Lesung "Leben im Abseits Unter Palmen aus Stahl" am 18. Februar um 20 Uhr im Kukuun präsentieren.

Das fertige Video gibt es hier

 

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„In Deutschland muss heute niemand auf der Straße leben, oder?“

 

Eine Aussage, die uns sehr oft zu Ohren kommt und zeigt, wie wichtig das Thema Sensibilisierung der Öffentlichkeit auf die Problematik Obdachlosigkeit und Bedürftigkeit ist. Denn schenkt man dieser Aussage Glauben, würde es ja bedeuten, dass all die Menschen, die in immer größerer Anzahl würdelos ihr Dasein auf der Straße fristen, dieses freiwillig tun. Freiwillig tagtäglich einen Kampf um Grundsätzliches wie Schlafen, Körperpflege und Nahrung führen. Sich tagtäglich den Herausforderungen stellen, bei den Temperaturen auf der Straße zu überleben und der Gefahr vor An- und Übergriffen ausgesetzt zu sein.

 

Viele können sich einfach nicht vorstellen, dass der Abstieg auf die Straße auch unverschuldet passiert. Die Realität sieht leider oftmals genauso aus. Auslöser wie z. B. Krankheit, Trennung von der Familie, Verlust der Arbeit und ein fehlendes soziales Netzwerk sind häufig die Auslöser für den Abstieg auf die Straße. Dazu kommen die zunehmende Verarmung und die Wohnungsnot in Deutschland. Geringes Einkommen, steigende Mieten und hohe Lebenshaltungskosten sind mit Gründe dafür, dass Menschen sich "das Leben" nicht mehr leisten können und auch in einem Sozialstaat wie Deutschland aus dem Wohnungsmarkt herausfallen.

 

Nicht selten sind es Räumungsklagen aufgrund von Mietschulden, die die Menschen auf die Straße bringen. Dazu gehören nicht nur hilflos auf der Straße liegende betrunkene Männer, sondern zunehmend auch Frauen, Familien und Migranten.

 

Den Räumungsklagen vorher geht bei den meisten Betroffenen ein längerer Prozess begleitet von depressiven Stimmungen, Schamgefühlen und Resignation. "Ich mochte einfach nicht mehr zum Briefkasten gehen, ich wollte einfach keine Mahnungen mehr sehen", Aussagen von Menschen, die auf der Straße gelandet sind.

 

Wenn ein Vermieter beim Gericht eine Räumungsklage einreicht, wird automatisch eine Meldung an das jeweilige Sozialamt verfasst. Das Sozialamt setzt sich schriftlich mit dem Mietschuldner in Verbindung und bietet Unterstützung, Vermittlung zwischen Vermieter und Mietschuldner und sogar teilweise die Übernahme der Mietschulden an. Zwischen einer Räumungsklage und dem eventuellen Einschreiten der Sozialbehörde vergehen aber nur vier Wochen. Dieses würde schnelles Handeln vom Mietschuldner bedeuten. Er müsste dafür den Brief öffnen und sich mit der Sozialbehörde in Verbindung setzen. Aber - meist landen auch die Räumungsklagen im bereits überfüllten und ungeöffneten Briefkasten. Psychische Probleme, aber auch eine Alkohol- oder Drogensucht sowie Resignation und die damit verbundene Unfähigkeit zum Handeln, sind die Gründe hierfür.

 

Auch, wenn die Sozialämter helfen, diese Hilfe greift nicht immer sofort. Bis ein obdachloser Mensch in eine dauerhafte, vom Staat finanzierte Wohnmöglichkeit kommt, lebt er auf der Straße, obwohl Kommunen ordnungsrechtlich verpflichtet sind, allen Menschen ein Dach über dem Kopf anzubieten. Aber in Deutschland gibt es immer weniger Sozialwohnungen. Anfang der 90er Jahre gab es nach Schätzungen der Regierung in Deutschland rund drei Millionen Sozialwohnungen, 2013 waren es nur noch halb so viele. Seit 2013 ging die Zahl der Sozialwohnungen um mehr als 150.000 zurück.

 

Zum Ende des Winternotprogramms im April 2017 verkündete die Hamburger Sozialsenatorin Melanie Leonhard zwar, dass in Hamburg 245 Obdachlose in Wohnraum des städtischen Betreibers fördern & wohnen vermittelt werden konnten und somit nicht mehr auf der Straße leben müssen. Trotzdem leben in Hamburg aber laut Statistik immer noch ca. 2.000 Menschen auf der Straße. Und tatsächlich kommen die Menschen selbst nach Monaten oder Jahren kaum von der Straße oder aus der Notunterkunft heraus, da fördern & wohnen einfach nicht genügend Kapazitäten zur Verfügung hat.

 

Förderung von sozialem Wohnungsbau, eine funktionierende Mietpreisbremse und eine stärkere Bekämpfung der Armut - dieses sind die Themen, die vermutlich ein Ansatz zur Bekämpfung des unwürdigen Lebens auf der Straße sind.

 

DENN, die Aussage, dass in Deutschland niemand mehr auf der Straße leben muss, stimmt offenkundig nicht!

 

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Obdachlose in deutschen Städten

Ein sehr gut recherchierter Artikel vom SPIEGEL!

 

In Hamburg wird, wer eine eigene Wohnung in seinem Heimatland hat, zur Rückreise aufgefordert - das Ticket zahlt die Stadt Hamburg.

Diese Praxis finden Obdachlosen-Organisationen in der Stadt empörend: "Nur weil Menschen eine Adresse in ihrem Pass haben, bedeutet das nicht, dass sie dort noch eine Wohnung haben. Viele leben seit Jahren in Deutschland und haben nichts, zu dem sie in ihrer Heimat zurückkehren könnten", sagt Uwe Martiny, Leiter der TAS, einer Tagesaufenthaltsstätte für Obdachlose in Hamburg. Er findet: "Es kann nicht sein, dass in Europa Freizügigkeit gilt und wir gerne von billigen Arbeitskräften aus Polen, Rumänien oder Bulgarien profitieren, aber alle anderen - und das ist nur ein kleiner Teil - wollen wir hier nicht haben."

 

Berlin allerdings macht zumindest im Winter keine Unterschiede, wenn es darum geht, Obdachlose vor dem Erfrieren zu retten. Die "Kältehilfe" bietet 1.100 Schlafplätze, und da wird nicht gefragt, wo jemand herkommt.

 

 

 

Der vollständige Artikel unter:

 

http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/obdachlosigkeit-in-deutschland-wir-haben-ein-riesenproblem-a-1184255.html

 

Ausländische Obdachlose sollen raus!

Bitte raus, wenn Du unfreiwillig obdachlos bist!!!

 

Es sehr guter Artikl in der TAZ in Zusammenarbeit mit der Diakonie und Hinz und Kuntz macht wütend. Mal wieder werden politische Entscheidungen auf dem Rücken derer ausgetragen, die hilflos und bedürftig sind.

Man kann hin und her diskutieren, ob die Menschen Rechte verwirkt haben oder nicht!
Fakt ist: Sie konnten zu uns kommen und haben keine Bleibe. Sie frieren genau so wie andere Obdachlose und auch sie sollten schlafen können, wie ein jeder andere auch.
Sollte es nicht für jeden Menschen, egal, welcher Nationalität er angehört, die Möglichkeit eines warmen Schlafplatzes geben?
Sollten die politischen Entscheidungen nicht auf anderer Ebene als auf dem Rücken Hilfsbedürftiger ausgetragen werden?

 

Der vollständige Artikel unter:

 

http://www.taz.de/!5463543/

 

Steigende Zahl obdachloser Menschen

Traurig, aber wahr – Steigende Zahl obdachloser Menschen

 

Die Zahl der Obdachlosen steigt seit Jahren unaufhörlich, Sozialverbände schätzen die Zahl auf bis zu 2.500 Menschen. Die Dunkelziffer liegt mit Sicherheit um ein Vielfaches höher. Und ein Ende dieser menschenunwürdigen Situation ist nicht in Sicht.

 

EU-Freizügigkeit, der angespannte Wohnungsmarkt, hohe Flüchtlingszahlen sowie prekäre Arbeitsbedingungen sind nachvollziehbare Gründe, die den Anstieg der obdachlosen Menschen erklären. Die Sozialbehörde geht jedoch davon aus, dass zukünftig ein solcher Anstieg wie in den vergangenen Jahren nicht erwartet werden würde. Paradoxes Statement, Verdrängung oder Beschönigung der menschenunwürdigen Zustände?

 

Der vollständige Artikel unter:

 

https://www.welt.de/regionales/hamburg/article170981386/Hamburg-erwartet-so-viele-Obdachlose-wie-noch-nie.html

 

 

860.000 Menschen ohne Wohnung in Deutschland

Die BAG Wohnungslosenhilfe (BAG W) hat ihre aktuelle Schätzung zur Zahl der wohnungslosen Menschen in Deutschland vorgelegt: In 2016 waren  ca. 860.000 Menschen in Deutschland ohne Wohnung - seit 2014 ist dies ein Anstieg um ca. 150 %.

 

Eine Zahl, die beängstigend ist! Fehlender Wohnraum, keine ausreichenden Perspektiven auf dem Arbeitsmarkt, fehlende Lösungsansätze für obdachlose Menschen, all diese Faktoren tragen nicht dazu bei, diese Probleme nachhaltig zu lösen.

 

Da nachhaltige und vor allem ausreichende Maßnahmen zur Verbesserung der wohnungs- und sozialpolitischen Rahmenbedingungen und zur Wohnungsversorgung aller Wohnungslosen, inklusive der Flüchtlinge ohne Wohnungen, in den Vorjahren nicht eingeleitet worden sind, wird es zu einem weiteren Anstieg der Zahl der wohnungslosen Menschen um 40 % auf knapp 1,2 Millionen bis zum Jahr 2018 kommen.

 

Mehr unter

 

http://www.bagw.de/de/neues~147.html

 

Schattenseiten in deutschen Städten

Nach Auskunft der Bundesregierung ist die Zahl der Wohnungslosen in Deutschland auf rund 335.000 gestiegen - ein Plus von 35 Prozent im Vergleich zum Jahr 2010. Der Anstieg hat Deutschlands Großstädte völlig unvorbereitet getroffen - und so kämpfen nicht nur Hamburg, sondern auch Köln, Frankfurt, Berlin, München und andere Städte mit dieser Herausforderung.  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Gebe ich etwas und wenn, was?

Auf unseren Lesungen hören wir sehr oft die Frage: Was gebe ich obdachlosen Menschen, die auf der Straße betteln? Welche Hilfe ist die richtige Hilfe?

 

Oftmals setzen Obdachlose das erbettelte Geld in Alkohol um. Viele Menschen wollen nicht, dass dies mit ihrem Geld passiert. Aber darf man Bedingungen stellen, wenn man etwas schenkt?

 

 

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Obdachlosigkeit in anderen Städten

Wie leben Obdachlose in anderen Städten?

Wie reagieren die Städte auf Platten in der Stadt?

Wir reisen grad quer durch Deutschland und erleben sehr Beeindruckendes und sehr viele Unterschiede.

Wenn wir unsere Reisen abgeschlossen haben, werden wir einen Reisebericht hier präsentieren.

Gebt Obdachlosen sichere Unterkünfte!

Hamburg wird im Sommer den G20-Gipfel ausrichten - und erachtet die Obdachlosen der Stadt als Sicherheitsrisiko! Die Wohnungslosen sollen deshalb aus der Innenstadt vertrieben werden - wo sie bleiben sollen, ist ungewiss.

 

Deswegen fordert Hinz&Kunzt gemeinsam mit der Diakonie: Gebt ihnen sichere Unterkünfte!

 

https://www.hinzundkunzt.de/gebt-obdachlosen-sichere-unterkuenfte/

Hamburg wird im Sommer den G20-Gipfel ausrichten - und erachtet die Obdachlosen der Stadt als Sicherheitsrisiko! Die Wohnungslosen sollen deshalb aus der Innenstadt vertrieben werden - wo sie bleiben sollen, ist ungewiss.

 

Deswegen fordert Hinz&Kunzt gemeinsam mit der Diakonie: Gebt ihnen sichere Unterkünfte!

 

https://www.hinzundkunzt.de/gebt-obdachlosen-sichere-unterkuenfte/

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Auswirkungen der Flüchtlingspolitik?

Immer mehr Osteuropäer, zunehmend auch Menschen aus Portugal, Italien und Spanien, zieht es nach Hamburg, um der Krise in ihrem Heimatland zu entfliehen. Sie ziehen in die Stadt- und Randgebiete und schlagen dort ihre Lager aus Plastikplanen, Decken und Ästen auf und verdienen ihr Geld mit Flaschensammeln.

 

Über eines dieser Lager, einen Steinwurf von der Amsinckstraße entfernt, berichtet heute die Hamburger Morgenpost:

 

www.mopo.de/hamburg/mitten-im-reichen-hamburg-der-zelt-slum-an-der-amsinckstrasse-26688140

 

Gewalt gegen Obdachlose in Hamburg

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Obdachlosigkeit und ihre Auswirkungen

Für die Erstellung unseres Bildbandes ABSEITS - Vom Leben am Rande der Gesellschaft in Hamburgs Mitte haben wir die Gäste der Einrichtung CaFée mit Herz interviewt und fotografiert. Ziel war und ist es, mit den kompletten Erlösen aus dem Verkauf des Bildbandes das CaFée mit Herz zu unterstützen.

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Obdachlosigkeit in Hamburg

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