Live Stream Online Lesung im Kulturladen St. Georg e. V.

Gestern Abend hatten wir unsere erste Live Stream Lesung mit unserem Buch UNTER DEM RADAR - Leben und Helfen im Abseits. im Kulturladen St. Georg e. V.

Ganz lieben Dank an das tolle Team Sonja, Celia, Niels und Jakob und an unsere zahlreichen Online Zuhörer.

Es war sehr schön, nach über einem Jahr wieder eine Lesung halten zu können.

Aber: Nichts ersetzt eine Live Lesung und wir freuen uns total, dass wir im September erneut und dann LIVE im Kulturladen St. Georg zu Gast sein dürfen!

Social Bees für das Projekt "Der Schritt Vorwärts - Ein Weg aus dem Abseits"

Heute ist Weltbienentag, die HanseMerkur und ihre Mitarbeiter haben mit dem internen Verkauf von ihrem hauseigenen Honig die sagenhafte Summe von 6.000 € erzielt.
Wir freuen uns riesig, dass mit diesen Erlösen unser neues Projekt „Der Schritt Vorwärts - Ein Weg aus dem Abseits“ unterstützt wird.
Vielen lieben Dank an die HanseMerkur und ihre Mitarbeiter für die großzügige Spende.

Altersarmut - Eine sukzessiv steigende Problematik

Es gibt viele Gründe, warum zunehmend auch ältere Menschen obdachlos werden. 9,3 Millionen Rentner in Deutschland sind von Armut betroffen – und jede zweite Rente liegt unter 900,-€.
Steigende Mieten und Überforderung mit Vertragsangelegenheiten sind nur ein paar von vielen Gründen, warum Menschen im hohen Alter auf der Straße "landen" können. Eines ist aber sicher: NIEMAND kann sagen, das passiert mir nicht und NIEMAND ist freiwillig auf der Straße.
Ein Gastbeitrag hierzu von uns findet ihr unter Seniorenbedarf. Vielen Dank für die Veröffentlichung.

Corona Ausbruch in Massenunterkunft in Hamburg

NDR: Nach einem größeren Corona-Ausbruch in einer Unterkunft für Obdachlose im Bezirk Hamburg-Mitte musste die Feuerwehr am Sonntagmittag alle 150 Bewohnerinnen und Bewohner abholen.
"Ein Ausbruch in diesem Ausmaß war zu erwarten und ist das traurige Ergebnis von monatelanger Ignoranz", sagte Stephanie Rose, die sozialpolitische Sprecherin der Linken-Bürgerschaftsfraktion.
Wir hoffen, dass für die infizierten Menschen in den Notunterkünften auch eine adäquate ärzliche Betreuung gegeben ist. Viele obdachlose Menschen sind durch die Pandemie bereits sehr geschwächt und eine Infizierung mit dem Virus ist für sie lebensgefährlich.
Hoffen wir auch, dass die obdachlosen Menschen mit einer Drogenabhängigkeit in der Quarantänezeit ärztlich substituiert werden.
Es macht einfach nur wütend und fassungslos, dass die obdachlosen Menschen durch das ignorante Verhalten der Sozialbehörde Hamburg in solche Gefahr geraten sind!
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Gebührenfreie Ausweise für obdachlose Menschen ab 1. Mai 2021

Im vergangenen Jahr haben wir, gemeinsam mit Johan Graßhoff, Straßensozialarbeiter Diakonie Hamburg, mit politischen Vertretern des Bezirksamts Mitte Gespräche über die Obdachlosenproblematik in Hamburg geführt.
Ein Thema waren gebührenfreie Ausweise für obdachlose Menschen. Nur mit einem gültigen Personalausweis können weitere Leistungen beantragt werden und die Kosten hierfür sind von Obdachlosen kaum aufzubringen. Das Thema wurde im Ausschuss für Sozialraumentwicklung aufgenommen und im Dezember wurde die Ausstellung von gebührenfreien Ausweisen beschlossen.
Ab 1. Mai läuft im Bezirksamt Mitte ein Pilotprojekt und die Ausweise werden für obdachlose Menschen kostenlos ausgestellt!
Wir freuen uns sehr über diesen wichtigen Schritt!
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„Politik ist nicht nur Denksport, sondern Politik ist auch Handeln“, Helmut Schmidt

Obdachlose Menschen trifft die Coronakrise besonders hart und das nicht nur im Winter. Weder die Länder noch die Bundesregierung scheinen jedoch darüber ausreichend informiert zu sein.
Seit Beginn der Pandemie ist der Alltag obdachloser Menschen noch schwerer geworden. Nicht nur die Ansteckungsgefahr lässt sie allein auf der Straße zurück. Für sie fallen auch ihre Einnahmequellen, wie z. B. das Pfandflaschensammeln oder das erbetteln von Kleingeld auf der Straße nahezu weg. Was sie jedoch sehr hart getroffen hat, sind die Schließungen bzw. fehlenden Möglichkeiten von Tagesstätten und anderen Treffpunkten, in denen sie Rückzugsmöglichkeiten und Ruhe gefunden haben.
Dabei zählen obdachlose Menschen aufgrund von Vorerkrankungen zur Hochrisikogruppe. Massenunterkünfte wie z. B. das Winternotprogramm oder andere Notunterkünfte werden von vielen generell aus den unterschiedlichsten, verständlichen Gründen abgelehnt. In Zeiten der Corona Pandemie vermehrt, denn es ist schwer, die Ansteckungsgefahr in diesen Massenunterkünften zu minimieren.
Die Gesellschaft hat, anders als Regierung, Hamburger Senat und Sozialbehörde Hamburg, seit Beginn der Pandemie Solidarität gezeigt. Mit Spenden aus Wirtschaft, Vereinen und Privatpersonen konnten z. B. viele obdachlose Menschen in Einzelunterkünften untergebracht werden, Sozialberatung und Versorgung inklusive.
Im Hinblick auf die sukzessiv steigenden Zahlen von Armut, Bedürftigkeit und Obdachlosigkeit in der Bevölkerung sollte die Bunderegierung wie auch die Länder den Fokus auf genau diese Gruppen legen. Es ist fünf nach zwölf für einen Paradigmenwechsel in der Obdachlosenpolitik, Bundesregierung und Länder sollten anfangen, auf die „wahren Experten“ zu hören. Vielleicht lassen sich Probleme anders bearbeiten und lösen, wenn darauf gehört wird, was sich obdachlose Menschen eigentlich wünschen und dringend benötigen?
Zuhören und Handeln – einfach „Machen“!
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Einkaufen und Gutes tun!

Ab sofort ist auch Leben im Abseits bei amazon smile gelistet. Wenn ihr online bestellt, dann einfach smile.amazon.de
eingeben und Leben im Abseits auswählen.
Von jeder qualifizierten Bestellung spendet uns AMAZON 0,5 Prozent von Eurem Einkaufswert.
Also keinerlei Kosten für Euch, aber mit einer Bestellung unterstützt ihr obdachlose Menschen. Einfach Einkaufen und Gutes tun!
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Danke schön We kick Corona

Wir bedanken uns ganz herzlich bei We kick Corona für die erneute Unterstützung zur Finanzierung von Hotelzimmern für obdachlose Menschen.
"In mehreren Großstädten Deutschlands wurden in den vergangenen Wochen und Monaten Petitionen angelegt, mit der Absicht, die leerstehenden Hotels kostenlos für Obdachlose bereitzustellen, leider mit wenig Erfolg.Der Verein Leben im Abseits e. V. finanziert einigen Obdachlosen in Hamburg das Zimmer mit Spendengeldern. Wir helfen mit.

Unser Jahresrückblick auf ein besonderes Jahr....

Wir freuen uns, dass wir das besondere Jahr 2020 doch mit einigen positiven Meldungen abschließen können.

Zukünfttig werden obdachlose und bedürftige Menschen gebührenfrei einen Personalausweis bekommen.

Seit April haben wir für vier obdachlose Menschen eine Unterkunft gefunden und bis auf weiteres auch finanzieren können und zum Abschluss des Jahres konnten wir für einen obdachlosen Menschen eine Hotelunterkunft finden und finanzieren.

Wir danken allen Freunden, Spendern, Interessierten und Förderern für Eure großartige Unterstützung. Tausend Dank, dass es Euch gibt.

Für Euch alle einen guten Rutsch und ein gesundes neues Jahr. Möge dieses Jahr für all die Menschen auf der Straße positive Überraschungen bieten, das ist unser Neujahrswunsch!

 

Und hier nun unser kompletter Jahresrückblick:

 

Liebe Interessenten, Förderer, Unterstützer und Freunde von Leben im Abseits,
Ein Jahr, welches fast seit Beginn von der Corona Pandemie überschattet war und für uns alle zu einem sehr besonderen Jahr wurde, neigt sich dem Ende. Wir ziehen kurz vor dem Jahreswechsel ein Resümee und lenken den Blick auf die Dinge, die uns während dieses Jahres bewegten.

 

Zu Beginn des Jahres konnten wir noch unser neues Buch UNTER DEM RADR - Leben und Helfen im Abseits im schönen Lichtwarksaal der Toepfer Stiftung und im Goldbekhaus mit einer Lesung vorstellen. Auch unsere Hamburger Dialoge über Obdachlosigkeit haben wir im Januar und Februar mit Experten der Wohnungslosenhilfe durchgeführt, alle anderen Veranstaltungen mussten wir aufgrund der Corona Pandemie absagen.

 

Bildungsprojekte an Schulen konnten wir ebenfalls im Januar und Februar noch durchführen. Diese Projekte sind zu einem sehr wichtigen Bestandteil unserer Vereinsarbeit geworden, denn Jugendliche sind die Zukunft und hier gilt es frühzeitig zu sensibilisieren, damit ein Umdenken zum Thema Armut und Bedürftigkeit erreicht werden kann. Im Februar wurden wir für unsere Bildungsarbeit mit dem PRIMUS Preis für Bildungsarbeit ausgezeichnet, worüber wir uns sehr freuen.

 

Am 16. März ereilte uns alle dann der erste Lock Down. Nahezu alle Tagesstätten-Einrichtungen wurden geschlossen und die Menschen auf der Straße standen vor verschlossenen Türen. Unsere Tage waren damit ausgefüllt, Lebensmittelgutscheine und Geldspenden zu verteilen, damit die Menschen sich Nahrungsmittel und anderes kaufen konnten. Sanitäre Einrichtungen auf der Reeperbahn gab es von einem auf dem anderen Tag nicht mehr. Verzweifelte Versuche, auch mit anderen Behörden, mobile sanitäre Einrichtungen aufstellen zu lassen, scheiterten am NEIN der Sozialbehörde Hamburg. Es war unfassbar, welche Szenarien sich auf der Straße abspielten.

 

Unsere Netzwerkpartner waren, ähnlich wie wir, vollkommen hilflos und haben nur noch reagiert. Untereinander haben wir versucht, uns gegenseitig zu unterstützen und wenn etwas positiv an dieser Zeit war, so war es der Zusammenhalt unter den Netzwerkpartnern.

 

Durch Ihre Unterstützung und der vieler anderer Förderer und Sponsoren, der Empathie und dem Engagement von Freunden und Interessierten und der großen Spendenbereitschaft konnten wir nicht nur die Versorgung der Menschen mit Geld und Lebensmittelgutscheinen auf der Straße sicherstellen, sondern ebenfalls einige Menschen in eine Unterkunft mit Einzelzimmern unterbringen und diese bis zum heutigen Tage auch finanzieren. Unterstützt wurden wir dabei durch großflächige Out of Home Werbung durch die Firma Wall. Einen ganz großen Dank dafür, auch im Namen der obdachlosen Menschen.

 

Nachdem eine Großspende einer Hamburger Firma die Möglichkeit bot, zahlreiche obdachlose Menschen in leerstehende Hotels unterzubringen, entspannte sich die Lage etwas. Einige von ihnen konnten nach dem Hotelaufenthalt in andere Unterkünfte bzw. Wohnungen vermittelt werden.

 

Im Sommer waren unsere Tage während der Hitzeperiode ebenfalls wieder sehr lang. In den frühen Morgenstunden und am Abend haben wir Wasserflaschen und Sonnenschutzmittel an obdachlose Menschen verteilt. Nicht nur die Kälte ist lebensgefährlich für die Menschen auf der Straße, auch die Sonne setzt ihnen immens zu und Dehydrierung, Sonnenbrände oder auch Sonnenstiche sind keine Seltenheit.

 

Vielen obdachlosen Menschen haben wir auch in diesem Jahr finanziell bei der Beschaffung von Ausweisen, Fahrkarten etc. unter die Arme greifen können. Täglich sind wir auf der Straße unterwegs, um nach den obdachlosen Menschen zu schauen, sie ggf. an andere Einrichtungen zu vermitteln oder mit ihnen und erfahrenen Sozialarbeitern den Weg zurück ins Regelsystem zu planen.

 

Im Mai diesen Jahres wurden wir nominiert für den Deutschen Engagementpreis durch den Hamburger Senat. Eine Auszeichnung unserer Arbeit, über die wir sehr glücklich sind. Viele Spendenaktionen wurden von anderen Initiativen zu Gunsten unseres Vereins durchgeführt. Das Pfandrad ist im Herbst bereits zum zweiten Mal für uns im Einsatz.

 

Vom Hamburger Abendblatt, dem Beig Verlag, dem Konkret Magazin und diversen anderen Medien wurden wir und unsere Arbeit in diesem Jahr mit sehr schönen Berichten und Reportagen unterstützt. Der NDR hat uns für den Beitrag Rund um den Michel – Gesichter einer Großstadt einen Tag auf der Straße begleitet. Auch hierfür sagen wir vielen herzlichen Dank.

 

Dank einer gemeinsamen Initiative einer Designerin, eines Fotografen und eines Streetware Shops, können wir ab sofort ausgewählte "STREET WARE" in unserem Online Shop anbieten und den größten Teil der Erlöse aus dem Verkauf in unseren Sozialfonds für die Hilfe von obdachlosen Menschen fließen lassen! Dort finden Sie auch unsere Bücher und vieles mehr. Für Hamburger Freunde sind einige dieser Artikel auch „live“ im Stadtkutter Shop oder im Jussi Krimicafé erhältlich.

 

Da uns während der Corona Pandemie vermehrt Anfragen, wie und wo man helfen kann, erreichten, haben wir uns entschlossen, Online Dialoge mit weiteren Experten aus der Wohnungslosenhilfe durchzuführen. Parallel dazu haben wir unsere Broschüre „Die ABSEITS-Fibel Was weißt Du über Obdachlosigkeit?“, wieder in Zusammenarbeit mit der Druckerei Langebartels & Jürgens, im Oktober d. J. herausgebracht.

 

Dieser Winter wird uns alle vor große Herausforderungen stellen, für obdachlose Menschen aber ist dieser Winter noch lebensgefährlicher. Die Stadt Hamburg bleibt, unverständlich für uns, bei der Unterbringung in Massenunterkünften. Gemeinsam mit einigen Initiativen der Obdachlosenhilfe haben begonnen, diese Menschen in Einzelzimmern in Hotels unterzubringen, da wir der Meinung sind, dass obdachlose Menschen nur so adäquaten Schutz vor Kälte und Ansteckung mit dem Corona Virus finden können.

 

Um die Sozialbehörde Hamburg zu einer anderen Wohnungslosenpolitik aufzufordern, suchen wir Gespräche mit den politischen Vertretern in Bezirksversammlungen und Bürgerschaft. Ziel ist, gemeinsame Anträge und Konzepte an den Hamburger Senat zu verfassen sowie die Öffentlichkeit über die prekären Verhältnisse in der Obdachlosenproblematik aufmerksam zu machen.

 

Die Unterstützung der Carl C. Toepfer Stiftung für unser kleines Büro wurde uns weiter zugesichert und auch die Förderung der Reimund C. Reichstiftung für Personalkosten wurde uns, zu unserer großen Freude, ebenfalls verlängert. Nur so ist es sichergestellt, dass wir unsere Arbeit weiter fortführen und ausbauen können. Herzlichen Dank dafür!

Ein ereignisreiches Vereinsjahr neigt sich dem Ende zu. Neue Planungen, Projekte und Kampagnen stehen „vor der Tür“. Jetzt aber möchten wir Ihnen allen erst einmal ein herzliches Danke schön sagen. 

 

Danke, für Ihre große moralische und finanzielle Hilfe, für Ihr Engagement sowie Ihr anhaltendes Interesse an unserer Arbeit. Wir hoffen, Sie bleiben auch im kommenden Jahr an unserer Seite.

Wir wünschen Ihnen und Ihrer Familie wunderschöne Weihnachten, erholsame Festtage sowie ein glückliches und gesundes Jahr 2021.       

 

Das Team von Leben im Abseits e. V.

 

 

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Solidarität bedeutet Verantwortung

Die Sozialbehörde lobt die Solidarität und Mitmenschlichkeit in Hamburg.

ABER: Solidarität bedeutet Verantwortung und diese trägt die Sozialbehörde nicht ausreichend!

 

Obdachlose haben immer noch viel zu wenig Schutz in der Corona Krise. Die Hotels in den Städten sind verwaist. Diese für die Schutzlosen zu öffnen, wäre verantwortungsvolles Handeln.


Die Städte müssen sich dringend um dieses Problem kümmern, JETZT!

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Offener Brief an die Bundesregierung - Obdachlose Menschen in der Corona Krise

Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin,
Sehr geehrter Herr Gesundheitsminister,
Sehr geehrte Ministerpräsident*innen der Länder,
um die Ausbreitung des Covid-19 Virus zu verlangsamen, müssen wir als Gesellschaft gemeinsam agieren und uns so verhalten, dass Übertragungen vermieden werden. Verhaltensmaßnahmen dazu wurden von Ihnen festgelegt und diese gilt es selbstverständlich zu befolgen.
Obdachlose Menschen in allen Städten Deutschland gehören ebenfalls zur Gesellschaft und zählen aufgrund ihres schwachen Immunsystems durch das Leben auf der Straße zu den Risikogruppen.
Viele Einrichtungen in der Obdachlosenhilfe, die hauptsächlich ehrenamtlich und/oder mit einer großen Anzahl von ehrenamtlichen Helfern tätig sind, haben stark eingeschränkten Betrieb.
Das bedeutet, dass eine Grundversorgung nur noch sporadisch möglich ist und die Nutzung von sanitären Einrichtungen derzeit kaum noch gegeben ist.
Viele der Maßnahmen, die sich an die allgemeine Bevölkerung richten - Selbstisolierung, erhöhte Hygiene, Zuhause bleiben, strikte soziale Distanzierung - sind keine realistische Perspektive für Menschen, die obdachlos oder wohnungslos sind. Um die höchstansteckende Verbreitung der Pandemie eindämmen zu können, brauchen
obdachlose Menschen einen geschützten Raum, Nahrung und einen Zugang zu Sanitäranlagen.
 
Einige Menschen, ehrenamtlich oder professionell, leisten seit letzter Woche Unglaubliches. Polizisten und Straßensozialarbeiter sind auf den Straßen unterwegs und versuchen, obdachlose Menschen mit Ansprache und/oder mit Lunchpaketen zu unterstützen. Sie alle erleben die Ängste und auch die Hilflosigkeit der obdachlosen Menschen und können nur zuhören, nicht helfen. Eine sehr belastende Situation.
Unsicherheit besteht auch seitens der Polizeibehörde wie in Interviews von Polizeisprechern deutlich wurde. Allgemeinverfügungen zur Eindämmung des Coronavirus werden kurzfristig für bestimmte Personengruppen / Einrichtungen geändert, so, dass für obdachlose Menschen erneut keinerlei Aussicht auf eine Änderung der prekären Situation besteht.
Entgegen der absolut notwendigen und lebensrettenden Beschränkungen der allgemeinen Bevölkerung werden hier Allgemeinverfügungen für „Randgruppen“, die mit einem bereits geschwächten Immunsystem in einer prekären Lebenssituation leben, außer Kraft gesetzt und Gruppenzusammenkünfte u. a. auch in Einrichtungen und Hilfsgruppen, die überwiegend mit ehrenamtlichen Mitarbeitern besetzt sind, ermöglicht.
Alle Menschen, die hier zusammentreffen würden, sind dann unkontrollierbare Multiplikatoren des Corona Virus.
Kann so wirklich Hilfeleistung seitens der Behörde aussehen und ist das Eingehen eines derartig hohen Risikos wirklich gewollt?
In anderen Ländern Europas wird zumindest versucht, Hilfe zu leisten. In London werden hunderte Obdachlose in Hotels untergebracht, um sie vor dem Corona Virus zu schützen. Ca. 300 Zimmer in zwei Hotels werden dafür zur Verfügung gestellt und zunächst auf die kommenden zwölf Wochen befristet. "Wir müssen alles Mögliche tun, um die Gesundheit aller zu schützen - nicht zuletzt die der Londoner, die jede Nacht unter rauesten Bedingungen auf den Straßen der Hauptstadt schlafen", so Londons Bürgermeister Sadiq Khan.
Allgemeinverfügungen sollten für alle Menschen in Deutschland gelten. Zu den Menschenrechten gehört ein Mindestmaß an Lebensunterhalt und Schutz. Es ist der Auftrag von Staat und Politik, für alle Menschen gleiche Rechte, gleiche Zugänge und gleichen Schutz sicherzustellen und das nicht nur in Krisenzeiten.
 
Obdachlose Menschen benötigen JETZT Schutz durch sofortige dezentrale Unterbringung und Versorgung. Dazu könnte die Unterbringung in Hotelzimmern gehören, die bedingungslose medizinische und pflegerische Versorgung, sowie bei der Unterbringung in Notunterkünften und Heimen die Zimmer nur noch zur Einzelnutzung vergeben werden dürfen. In Hamburg und anderen Städten, in denen es bereits ein Winternotprogramm gibt, wäre eine ganztägige Öffnung des Winternotprogramms sowie eine Weiterführung des Winternotprogramms inklusive der Containerunterbringung angezeigt.
 
Der Verein Leben im Abseits e. V. wurde gegründet, um Behörden und Öffentlichkeit über das unakzeptable und menschenunwürdige Leben auf der Straße aufzuklären sowie die Einsicht zu fördern, dass obdachlose Menschen einen Anspruch darauf haben, mit Würde, Respekt und Anstand behandelt zu werden.
Die Bevölkerung konnten wir bisher sehr gut erreichen, was derzeitige Anfragen nach Unterstützungsmöglichkeiten und Spendenangeboten an uns zeigt.
 
Bitte zeigen SIE alle, dass Sie den obdachlosen Menschen Gleiches Recht für Alle zukommen lassen!
 
Sie sind die Vertreter von Staat und Politik und haben nicht nur die Kompetenz, sondern auch die Macht, bundesweite Regelungen zu beschließen.
 
Lassen Sie die obdachlosen Menschen nicht allein!
 
 
Hamburg, den 25.03.2020
 
Leben im Abseits e. V.
 
 
 
Susanne Groth               Doris Glass              Christian Eckhoff
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Wir freuen uns sehr über den PRIMUS Preis Februar 2020

Wir sind von der Stiftung für Bildung und Gesellschaft mit dem PRIMUS Preis Februar 2020 für unsere Bildungsarbeit an Schulen und Universitäten ausgezeichnet worden.

 

Wir sind total glücklich über diese Würdigung unserer Arbeit durch die Stiftung für Bildung und Gesellschaft und freuen uns sehr.

 

https://www.stiftung-bildung-und-gesellschaft.de/primus-preis/preistraeger-2020/leben-im-abseits.html

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St. Pauli sind wir alle!

Es war am 13. November ein sehr schöner Nachmittag unter dem Motto "St. Pauli sind wir alle" im Millerntorstadion. Ganz herzlichen Dank dem Team vom FC St. Pauli und Natascha Clasen, die diese schöne Veranstaltung ausgerichtet haben.

 

Zwischen Menschen vom Kiez sowie Einrichtungen der Obdachlosenhilfe und dem Team des FC St. Pauli haben sich viele interessante Begegnungen ergeben.


Eine Besucherin hat uns 20 Schlafsäcke und Isomatten mitgebracht, die wir noch vor Ort an das Team des Kältebusses der Alimaus weitergeben konnten. Liebe Petra, herzlichen Dank dafür.

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Preisträger des Annemarie-Dose-Preises

Gestern wurde zum ersten Mal vom Senat der Stadt Hamburg der Annemarie-Dose-Preis für innovatives Engagement verleihen.

 

Wir sind einer der drei Preisträger und sind wahnsinnig stolz und unendlich glücklich, einen Preis mit dem Namen einer engagierten und empathischen wundervollen Frau tragen zu dürfen.

 

Wir bedanken uns ganz herzlich bei der Jury, Frau Dr. Melanie Leonhardt und bei dem Präsidenten der Handwerkskammer Hamburg, Hjalmar Stemmann für eine beeindruckende und berührende Laudatio. Vielen lieben Dank für diese Würdigung.

 

https://www.hamburg.de/annemarie-dose-preis/

 

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betterplace Fotowettbewerb Weltfrauentag

Die Spendenplattform betterplace führt zum Weltfrauentag einen Fotowettbewerb durch. Vorgeschlagen wurden Frauen, die "Bewegendes" leisten.

Vereinskollegen von Leben im Abseits e. V. haben dafür Susanne Groth vorgeschlagen. Bitte teilt und liked unser Projekt auf Facebook!!!

Name, Alter und Wohnort der portraitierten Frau

Susanne Groth, 55 Jahre alt. Wohnhaft in Holm, Kreis Pinneberg.

Wo und wie ist sie uns begegnet?

Susanne hat 2016 ehrenamtlich einen Bildband über obdachlose und bedürftige Menschen in Hamburg St. Pauli erstellt. Die Erlöse aus dem Verkauf des Bildbandes gehen komplett an das CaFée mit Herz, einer Tagesstätten Einrichtung für obdachlose und bedürftige Menschen in Hamburg.

2017 hat Susanne den Verein Leben im Abseits e. V. gegründet. Der Verein setzt sich dafür ein, Behörden und Öffentlichkeit über das unakzeptable und menschenunwürdige Leben auf der Straße aufzuklären sowie die Einsicht zu fördern, dass obdachlose Menschen einen Anspruch darauf haben, mit Würde, Respekt und Anstand behandelt werden.

Sie versucht, mit Netzwerken und Zusammenwirken mit den bereits bestehenden Einrichtungen, die sich nachhaltig um die Unterstützung von bedürftigen und obdachlosen Menschen kümmern, die Situation der Hilfsbedürftigen zu verbessern und die Öffentlichkeit für diese Thematik zu sensibilisieren. Sie plant und führt Kampagnen und Projekte durch, hält Lesungen, Ausstellungen und Projekttage an Schulen und Universitäten. Mit Kooperationspartnern aus der Wohnungslosenhilfe gestaltet sie Dialogabende und Seminare.
Mit Zeit-, Sach- und Geldspenden unterstützt sie Einrichtungen der Obdachlosenhilfe, damit die Hilfe dort ankommt, wo sie am nötigsten gebraucht wird, bei den obdachlosen und bedürftigen Menschen.

Wir unterstützen Susanne bei aller Vereinsarbeit und sind ebenfalls Mitglieder von Leben im Abseits. Einige von uns sind seit längerer Zeit mit Susanne befreundet und freuen uns, sie unterstützen zu können.

Warum ist sie ein Vorbild für dich?

Susanne setzt sich bei allem, was sie tut, vollständig und mit ganzem Herzen ein. Sie überzeugt durch Ehrlichkeit, Sensibilität und Empathie nicht nur uns, sondern auch die Öffentlichkeit.
Sie ist ein Mensch, der sich wirklich für andere Schicksale interessiert und mit 100% Einsatz an alle Anforderungen herangeht. Geht nicht –Gibt es nicht, das ist der Leitsatz von ihr.
Wir fragen uns oft, wo sie die Energie und Kraft hernimmt. Sie erinnert uns manchmal vehement daran, was eigentlich alles möglich sein kann!

Sie ist von den Schicksalen der Menschen auf der Straße wirklich berührt und kämpft für sie. Sie leidet mit ihnen und überlegt ständig, was noch getan werden kann. Sie reflektiert sich und ihr Handeln und scheut sich nicht, Fehlschläge einzugestehen, dabei aber sofort nach anderen Lösungen zu suchen.

Mit großer Leidenschaft und Empathie erzählt sie uns, was sie an Verbesserungen erzielen möchte. Sie schafft es, einen Jeden davon zu überzeugen, sich zu hinterfragen und letztendlich auch, sich „zu bewegen“.

Auf öffentlichen Veranstaltungen ist sie diejenige, die mit Emotionalität die schlimmen Zustände der Straße präsentiert. Sie nimmt die Öffentlichkeit mit und nicht selten werden wir im Anschluss einer Veranstaltung gefragt, ob wir im Verein noch Unterstützung benötigen.

Wenn man Susanne fragt, was ihr der Verein und die Arbeit darin bedeutet, sagt sie: „Der Verein ist mein Baby. Ich bin 24 Stunden am Tag mit Herzblut dabei. Leben im Abseits hat erst dann keine Bedeutung mehr, wenn es keinen obdachlosen Menschen mehr gibt“!

Für ihr Engagement ist Susanne bereits mit dem Bürgerpreis der Bezirksversammlung Hamburg Mitte 2018 ausgezeichnet worden. Das Aktionsbündnis für Demokratie und Toleranz hat ihr ebenfalls einen Preis für hervorragendes Engagement verliehen. Diese Würdigung erhält sie im April 2019.

Was wünscht ihr ihr für ihre Zukunft?

Wir wünschen ihr ganz viel Kraft für alle weiteren Projekte, die in der Planung sind. Sie ist derzeit dabei, ein zweites Buch zu schreiben. Für dieses Buch wünschen wir ihr den gleichen Erfolg, den sie bei dem ersten Bildband hatte.

Wir werden sie weiterhin mit aller Kraft unterstützen und wünschen uns, dass noch mehr Förderer und Spender Susanne zur Seite stehen. Wir freuen uns darüber, dass wir gemeinsam mit Susanne vielleicht Zustände ein wenig verbessern können.

Wir wünschen ihr, dass sie genau so bleibt, wie sie ist: Empathisch, ehrlich, engagiert und voller Leben. Und – dass sie nicht vergisst, auch ein klein wenig mehr an sich selber zu denken.

Das Team von Leben im Abseits e.V.


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Bürgerpreis der Bezirksversammlung Hamburg Mitte

Gestern durften wir den Bürgerpreis der Bezirksversammlung Hamburg Mitte entgegennehmen.


Neben zahlreichen anderen Organisationen die, wie wir ehrenamtlich tätig sind, wurden die Ehrungen im Hotel Hafen Hamburg verliehen.


Wir sehen diese Auszeichnung als zusätzliche Motivation, unsere Arbeit für Menschen im Abseits fortzuführen. Vielen Dank an alle Menschen, die uns in unserem Tun unterstützen und damit helfen, gute Projekte voranzutreiben!

 

Wir sind sehr glücklich und unendlich Dankbar für diese Würdigung.

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Seht hin!!!

Am Samstag, den 13.01.2018 haben wir im Kulturcafe Komm Du unsere Vernissage mit Bildern aus dem Bildband ABSEITS - Vom Leben am Rande der Gesellschaft in Hamburgs Mitte mit einer kleinen Lesung eröffnet.

Während der Ausstellung hatten wir Besuch vom NDR Hamburg Journal, die einen fantastischen Beitrag am Abend gezeigt haben. Das, sowie die Fragen unserer interessierten Gäste, war schon sehr aufregend und emotional für uns.

Aber am Sonntag bekamen wir einen Brief von einer Frau, die auf unserer Lesung gewesen ist. Dieser Brief hat uns alle total berührt und wir waren sprachlos. Ein solcher Dank und ein solches Verstehen unserer Botschaft macht uns sehr sehr dankbar und glücklich.

 

Und hier der wunderschöne Brief:

 

Seht hin!
Es ist Samstag Nachmittag.
Ich sitze in einem kleinen Café. Ich sitze in einem Café und warte auf die Veranstaltung.
Es sind nicht viele Menschen gekommen. Kein Wunder. Wen interessiert´s?

 

Eine Vernissage mit einer kleinen Lesung.
Titel: ABSEITS vom Leben am Rande der Gesellschaft in Hamburgs Mitte.
Wen interessiert´s?

 

Wer schaut sich schon gern Gesichter von Menschen an, die auf der Straße leben?
Wer liest schon gern über deren Leben? Gedanken? Wünsche? Träume?
Wen interessiert´s?

 

Die Autorin des Buches sitzt bescheiden auf der Treppe, die eigentlich auf die Bühne führen soll.
Neben ihr ein Mann mit dem Buch in der Hand. Er wird den Leben im Buch seine Stimme schenken.

Sie erzählt über das Buch, über die Menschen.


Sie ist ergriffen. Sie leidet. Ihr Herz erduldet keine Ruhe. Es schlägt mit voller Wucht.
Für die Menschen im Buch.
Sie kennt ihre Gedanken, ihre Wünsche, ihre Geschichten.

Sie erzählt. Er liest.
Sie fühlt. Er malt.
Ich lausche.

Ihren unausgesprochenen Worten.

 

Schaut hin! Redet mit ihnen! Lauft nicht weg! Hört ihnen zu! Sie sind da! Sie sind Menschen!
Sie hofft. Sie bangt. Sie kämpft. Sie fleht.
Für diese Menschen im Buch.
Ihre stillen Tränen suchen unsere Augen.
Ihre Wut schreit uns an.

 

Auch dir kann das passieren! Zu jeder Zeit! Auch du kannst dort landen! Dort, wo du hungern musst. Dort, wo du frieren musst. Dort, in der Welt der Stummen, Abgeschobenen, Ausgestoßenen.

 

Ihr innerer Kampf raubt mir den Atem.
Ich kämpfe mit ihr. Ich flehe mit ihr.

Hört hin! Seht hin!
Bitte!
Lasst all dies nicht zu!