Leben im Abseits News


Steigende Armut, überfüllte Unterkünfte – und die falschen Antworten des Senats

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In tiefer Trauer

 

In tiefer Trauer müssen wir euch mitteilen, dass am Samstag unsere Vereinsgründerin Susanne Groth von uns gegangen ist.
Susanne war nicht nur die Initiatorin von Leben im Abseits, sie war das Herz unseres Vereins. Mit ihrer Wärme, ihrer klaren Haltung und ihrem unermüdlichen Einsatz hat sie Menschen gesehen, die im Alltag vieler viel zu oft unsichtbar bleiben. Sie wollte verstehen, helfen, aufklären und vor allem Würde schenken.
Ihr Wunsch war es immer, denen eine Stimme zu geben, die sonst keine haben. Aus diesem Wunsch heraus entstand unser Verein.
Susanne hat mit ihrem Herzen viele Menschen erreicht. Sie war Wegbegleiterin, Mutmacherin, Zuhörerin und Freundin. Ihr Engagement, ihre Menschlichkeit und ihr großes Herz werden uns für immer prägen.
Wir sind dankbar für die Zeit mit ihr und für alles, was sie geschaffen hat. Wir werden das, was Susanne aufgebaut hat, in ihrem Sinne weiterführen und ihren Einsatz für obdachlose und bedürftige Menschen mit ganzem Herzen fortsetzen. Denn die Not auf der Straße wird leider immer größer.
Liebe Susanne,
du fehlst. 💗
Aber du wirst immer Teil von uns bleiben.

Reaktion auf die extreme Kälte – Hilfseinrichtungen weiten ihre Arbeit aus

Nach offiziellen Zählungen leben knapp 4000 obdachlose Menschen in Hamburg. Sie alle mussten die extreme Kälte der letzten Tage überstehen. Das erfordert Wissen: Wie schütze ich mich vor Wind, Schnee und Eis? Was darf ich auf keinen Fall tun? Welche Angebote der Hilfseinrichtungen kann ich nutzen? Das Durchhaltevermögen von den Menschen auf der Straße ist beeindruckend.

 

Die Reaktion der Einrichtungen in der Obdachlosenhilfe auf das Extremwetter waren ebenso bemerkenswert. In kurzfristig ausgerufenen Meetings wurde die Lage analysiert. Versorgungslücken wurden identifiziert und weitgehend geschlossen. Mit ausgeweiteten Öffnungszeiten und Überstunden in den Streetwork und Kältemobilen hat man den Menschen zusätzlichen Schutz geboten. Appelle an die Stadtreinigung, keine Platten zu räumen, sowie an die Hochbahn, Menschen in den Bahnhöfen zu dulden, haben Wirkung gezeigt. Zudem hat die Stadt entschieden das Winternotprogramm ganztägig zu öffnen.

 

Es wurde viel getan, um die Sicherheit der obdachlosen Menschen zu gewährleisten. Dennoch berichtete Hinz und Kunzt gestern von einem Todesfall, bei dem die Kälte bisher als Grund nicht ausgeschlossen werden konnte. Der kalte Winter verdeutlicht, dass es dringend festen Wohnraum braucht. Eine Notreaktion der Einrichtungen der Obdachlosenhilfe kann und darf nicht die Antwort sein.

 

 


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