Druck statt Ansprache auf Augenhöhe?

Druck statt Hilfe auf Augenhöhe: Die Sozialbehörde ist mit der Umsetzung ihres neuen Konzeptes zur Straßensozialarbeit gestartet. Hieran gibt es von vielen Seiten Kritik. Der Grund: Die Ansprache von Obdachlosen soll ab sofort in Zusammenarbeit mit Ordnungskräften geschehen. Ein Vorgehen, das Wohlfahrtsverbände und Straßensozialarbeitende zumeist ablehnen, da es der in der Sozialarbeit geltenden Methode der akzeptierten Arbeit und der Freiwilligkeit widerspreche.
NDR.de hat am 07.05.2026 darüber berichtet, der Artikel ist hier nachzulesen:
Straßensozialarbeitende berichten davon, dass die Menschen, die sie auf der Straße ansprechen oftmals Jahre brauchen, um Vertrauen zu ihnen zu fassen und Hilfsangebote anzunehmen. Schlechte Erfahrungen mit Behörden und jahrelange Ausgrenzung sind häufig der Grund dafür. Um hier trotzdem helfen zu können, sind behutsame und dauerhafte Ansprache notwendig. Die Praxis zeigt die Erfolge dieser Vorgehensweise. Die Menschen auf der Straße gemeinsam mit Ordnungskräften aufsuchen zu müssen, baut sofort ein Drohszenario auf. Dies kann nicht die richtige Vorgehensweise sein und – schlimmer noch - wirft jahrelange Arbeit zurück.
Hilfe auf Augenhöhe wird ersetzt durch Drohungen und letztendlich Vertreibung. Solche Maßnahmen vertiefen die soziale Spaltung, statt ihr entgegenzuwirken. Eine Politik der sozialen Gerechtigkeit stellen wir uns anders vor!