In einer Stadt
wie Hamburg sind wir täglich mit dem Problem der Obdachlosigkeit konfrontiert. Wir sehen Menschen, die um ein wenig Unterstützung bitten, wir begegnen Menschen mit Wunden an Armen und im Gesicht,
und Menschen, die mit all ihrem Hab und Gut am Straßenrand verweilen.
Während Kinder noch auf ihr Umfeld achten und neugierig sind, lassen die Erwachsenen sie spüren, dass hier keine Fragen erwünscht sind. Vielen von uns fehlen die Antworten. Wie kann es sein, dass
es diesen Menschen so schlecht ergeht und uns vergleichsweise gut? Wie findet man einen richtigen Umgang mit dem Leid auf der Welt und auf der Straße? Oft wird die Schuld einfach auf die
betroffenen Menschen abgeladen.
Mit unseren Bildungsveranstaltungen setzen wir genau da an. Auch dieses Jahr haben wir viele Menschen erreichen können, insbesondere jüngere Menschen in der Schule oder in Ausbildung. Wir
beschäftigen uns mit den Ursachen von und Maßnahmen gegen die Obdachlosigkeit und beleuchten Vorurteile.
Dadurch fördern wir die Auseinandersetzung mit der Problematik mit dem Ziel, dass Fragen erlaubt sind und wir verstehen, dass Obdachlosigkeit kein natürliches Phänomen ist. Sie entsteht durch
unsere Gesellschaft und unsere Politik. Genau wie wir die Obdachlosigkeit begünstigen können, können wir sie auch verhindern. Es muss aber der Wille zur Veränderung da sein, der nicht entsteht,
wenn Vorurteile vorherrschen. Deswegen sehen wir unsere Bildungsarbeit als so wichtigen Teil bei der Bekämpfung von Obdachlosigkeit an.
