Gewalt gegenüber obdachlosen Menschen

Was bei anderen Betroffenen einen großen Aufschrei bedeuten würde, hört man bei obdachlosen Menschen meist nur am Rande. Verbrechen, die von schwerer Körperverletzung, Vergewaltigung bis zum Mord reichen.

In der Kriminalstatistik des Bundeskriminalamts äußern sich diese Straftaten in der Zahl 2.194 (darin enthalten sind nicht nur die oben genannten Schwerstverbrechen, sondern auch Körperverletzungen, Raub u. v. m.). Dabei handelt es sich nur um die offiziellen Fälle, bei denen eine obdachlose Person als Opfer erfasst wurde. Es ist davon auszugehen, dass weitaus mehr als zweitausend Mal ein Mensch um das eigene Leben oder die sexuelle Selbstbestimmung fürchten musste.

Diese Ängste begleiten obdachlose Menschen nicht nur einen Tag. Jede Nacht, die auf der Straße verbracht wird, wird von dieser Angst eingenommen. Für die Menschen braucht es dringend einen sicheren Wohnraum; eine Tür zum Abschließen. Aber auch die Vorurteile gegenüber obdachlosen Menschen müssen behandelt werden, da diese oft die Grundlage der Gewalttaten bilden.

Mit unseren Projekttagen an Schulen und weiteren Bildungseinrichtungen versuchen wir, dort anzusetzen und bereits in jungem Alter einen offenen Blick für die komplexe Thematik der Obdachlosigkeit zu fördern.