Obdachlosigkeit hat viele Gesichter...

Obdachlosigkeit wird definiert als Zustand, in dem Menschen über keinen festen Wohnsitz verfügen und im Freien oder in Notunterkünften übernachten. Der tägliche Kampf ums Überleben, umgangssprachlich auch "Platte machen" genannt, findet auf der Straße statt. Elementare Dinge wie Schlafen, Körperpflege oder Nahrungsmittel werden zu Herausforderungen. Die Menschen schlafen in Parkanlagen. auf Bänken, unter Brücken, in Hauseingängen, Baustellen und Bahnhöfen.

Obdachlosigkeit hat viele Gesichter und niemand wird einfach so obdachlos. Jeder Obdachlose hat seine eigene Geschichte. Häufig treffen mehrere Faktoren zusammen, die zur Obdachlosigkeit führen. Verschuldung, Arbeitslosigkeit, familiäre Krisen, Krankheit, Alkohol- und Drogen, fehlendes soziales Netzwerk etc. sind Ursachen für Wege in die Obdachlosigkeit.

 

Jeder Mensch kann in seinem Leben in Situationen kommen, die Krisen auslösen. Fehlt dann familiärer oder sozialer Beistand, kann ein Jeder schnell in einen gefährlichen Abwärtsstrudel geraten. Ist die Obdachlosigkeit erstmal eingetreten, so ist der Weg hinaus nicht nur steinig, sondern für die Obdachlosen ohne fachkundige Hilfe nahezu unmöglich.

 

Das Leben Obdachloser ist menschenunwürdig und es ist unbegreiflich, dass im 21. Jahrhundert in einem der reichsten Länder der Welt noch Menschen auf der Straße leben müssen und im Winter dem Kältetod ausgesetzt sind.