Die Tagesstätte der Heilsarmee

Die Begegnungsstätte der Heilsarmee in der Talstraße hat ihre Räumlichkeiten mitten auf dem Kiez, der sündigsten Meile der Welt. In dem Haus mit dem markanten Schild „Jesus lebt“ erhalten obdachlose und andere bedürftige Menschen das Dringlichste, um ein Leben in Würde zu führen.

 

Die Heilsarmee ist seit mehr als 125 Jahren eine Anlaufstelle für Menschen in Not und sieht es als ihre Aufgabe, bedürftigen Menschen beizustehen und sie mit dem Lebensnotwendigsten zu versorgen. Dienstag, Mittwoch, Donnerstag und können die Gäste ein Abendessen zu sich nehmen, duschen, saubere Secondhand-Kleidung bekommen oder sich die Haare schneiden lassen.

 

Im Schnitt kommen täglich 70 bis 90 Gäste aller Altersgruppen in die Talstraße, wobei die Altersgruppe der 50 bis 60jährigen hier am Höchsten ist. Obdachlose, Bedürftige, Suchtkranke und alte Menschen erhalten hier Nahrung für Körper und Seele sowie Hilfe zur Selbsthilfe.

Eine Sozialarbeiterin hilft und unterstützt die Gäste z. B. bei der Beantragung von Leistungen oder der Suche nach Wohnraum und Arbeit, damit sich langfristig eine positive Lebensveränderung ergibt.

 

Seit 2011 leitet Kornelia Krämer gemeinsam mit ihrem Mann die Einrichtung der Heilsarmee. „Armut und Einsamkeit bringt die Gäste in unsere Begegnungsstätte. Uns ist es wichtig, mit den Gästen in Kontakt zu kommen und mit ihnen eine Beziehung aufzubauen. Je näher wir an den Menschen dran sind, desto besser können wir ihnen helfen. Wir unterstützen Sie dabei, dass sie wieder selbständig werden und ihren Alltag in Angriff nehmen und nicht mehr auf unsere Hilfe angewiesen sind. Wenn uns das gelingt, ist das unser größtes Glück“, sagt Kornelia Krämer.

 

Unterstützt wird das Ehepaar von engagierten ehrenamtlichen Helfern sowie Mitarbeitern, die ein freiwilliges soziales Jahr im Missionsteam der Heilsarmee leisten. Sie teilen Essen und Kleidung aus, beaufsichtigen Dusche und Toiletten und kümmern sich um die Besucher, damit es ihnen an nichts fehlt.

 

 

 www.heilsarmee.de