Die Krankenstube der Caritas für obdachlose Menschen

Die Krankestube für Obdachlose befindet sich im 2. Obergeschoss des ehemaligen Hafenkrankenhauses auf St. Pauli und ist ein stationär-ambulantes Hilfeangebot für kranke obdachlose Menschen.

 

Rund um die Uhr stellt die Krankenstube 18 Betten für diesen Personenkreis bereit. Vier dieser Betten werden zur Nachsorge von Menschen, die an einer geschlossenen Tuberkulose erkrankt sind, zur Verfügung gestellt. Neben der gesundheitlichen Pflege soll die sozialpädagogische Betreuung die Rückkehr der obdachlosen Männer und Frauen auf die Straße verhindern.

 

Was ein Leben auf der Straße bedeutet, ist für die meisten Menschen heutzutage nur schwer vorstellbar. Wenn aber zu dem täglichen Überlebenskampf noch schwere Erkrankungen dazu kommen, haben obdachlose Menschen kaum eine Perspektive. Sobald keine Lebensgefahr mehr besteht, werden diese Menschen aus dem Krankenhaus entlassen. Ambulante Nachsorge, Rehabilitation oder auch der Einsatz eines Pflegedienstes finden kaum oder gar nicht statt. Wer auf der Straße lebt, bleibt dann auf sich allein gestellt.

 

Die Krankenstube der Caritas füllt eine Lücke im Gesundheitssystem. Hier finden kranke obdachlose Menschen ein auf sie zugeschnittenes Angebot und können in Ruhe genesen. Ziel ist eine gesundheitliche Stabilisierung und eine sozialarbeiterische Beratung, denn die Krankenstube will mehr sein als ein Ort zum Genesen: Ein Ort der Menschlichkeit und ein Sprungbrett, um weg von der Straße in eine Unterkunft zu kommen.

 

Finanziert wird die Krankenstube von der Caritas und der Sozialbehörde. Aufgrund der ständigen Belegung der 18 Betten ist die Krankenstube auf Spenden angewiesen und freut sich z. B. sehr über Bettpatenschaften.

 

www.caritas-hamburg.de/hilfe-und-beratung/arme-und-obdachlose/krankenstube-fuer-obdachlose/